Bonner Online-Bibliographie zur Comicforschung

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Fröhlich, Vincent: Der Cliffhanger und die serielle Narration. Analyse einer transmedialen Erzähltechnik. Bielefeld: Transcript, 2015. (674 S.) 
Added by: joachim (12 May 2015 13:35:12 UTC)   
Resource type: Book
ID no. (ISBN etc.): 978-3-8376-2976-7
BibTeX citation key: Frhlich2015
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Categories: General
Keywords: Intermedialität, Narratologie, Serialität
Creators: Fröhlich
Publisher: Transcript (Bielefeld)
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Abstract
Der Cliffhanger, also die Erzähltechnik, in einem spannenden Moment eine serielle Erzählung zu unterbrechen, steht im Zentrum dieser Studie. Vincent Fröhlichs Analysen reichen von »1001 Nacht« über viktorianische Fortsetzungsromane, französische Feuilletonromane, Kinoserien, Radio-Seifenopern, neue TV-Serien bis hin zu E-Books, Games und Webserien. Das Buch bietet nicht nur eine überfällige historische Perspektive auf den Cliffhanger, die serielle Narration und deren Entstehungsbedingungen, sondern arbeitet zudem heraus, wie reich die Formen und wie vielseitig die Charakteristika dieser Forschungsgegenstände sind und wie sehr bisher ihr kultureller und narrativer Stellenwert unterschätzt wurde.

Inhaltsverzeichnis

I. Die Poesie der Unterbrechung (15)
1. Einleitung (15)
2. Text und Kontext – Cliffhanger und serielle Narration (18)
3. Allgemeine Methoden (22)
4. Allgemeiner Textaufbau (25)
5. Kapitelaufbau (27)

II. Vorüberlegungen: Der Cliffhanger und die serielle Narration (31)
1. Der Cliffhanger (31)
1.1 Wortherkunft (31)
1.2 Bisherige Forschung (36)
1.3 Fazit (46)
2. Eine Annäherung an die serielle Narration (47)
2.1 Der schlechte Beigeschmack der Worte ›Serie‹ und ›Serialität‹ (47)
2.2 Was aber ist serielle Narration? (57)
2.3 Der serielle Textbegriff: Mikro- und Makrotext (60)
2.4 Die Erzählprinzipien ›Episodennarration‹ und ›Fortsetzungsnarration‹ (61)
2.5 Über das Verhältnis zwischen Spannung und Auflösung (66)
2.6 ›Mit der Erzählung leben‹: Wirkungsästhetik von Fortsetzungsnarration (81)
2.7 Der ›aktivierte‹ Rezipient oder: Serielle Fortsetzungsnarration als Droge (84)
2.8 Der Cliffhanger und seine Rolle in der seriellen Fortsetzungsnarration (91)

III. Begriffe und Methoden (93)
1. Medien und ihre Eigenheiten (93)
1.1 Wie kommunizieren Medien eine Erzählung? (93)
1.2 ›The medium is not the message, the medium is its own context‹ (95)
1.3 Inter- und Transmedialität (98)
1.4 Ein Versuch einer transmedialen Erzählmethode (102)
1.5 Narratologie (110)
2. Werkzeugkasten (111)
2.1 Kontext: Gründe für einen Werkzeugkasten (111)
2.2 Vorausweisende Erzähltechniken (112)
3. Zeitliche Strukturen (eigenes Werkzeug) (116)
3.1 Werkzeug Nr. 2: Nicht-diegetische zeitliche Begriffe der seriellen Narration (116)
3.2 Werkzeug 3: Diegetische zeitliche Begriffe der Unterbrechung und Fortsetzung (122)
4. Statt eines Fazits: Arbeitsdefinition des Cliffhangers (127)

IV. 1001 Nacht – Der Ursprung des Cliffhangers? (129)
1. Kontext (130)
1.1 Einleitung: Warum 1001 Nacht? (130)
1.2 Der Inhalt der Rahmenhandlung von 1001 Nacht (136)
2. Die Unterbrechungsmomente (137)
2.1 Deskription (137)
2.2 Übersetzungsvergleich (141)
2.3 Analyse (147)
2.4 Resümee: Eine erste Cliffhanger-Kategorisierung (149)
3. Die Funktion der Unterbrechungsmomente in 1001 Nacht (155)
3.1 Die inhaltliche Funktion (155)
3.2 Die strukturelle Funktion (158)
4. Fazit und Ausblick (162)
4.1 1001 Nacht als Stellvertreter oraler Literatur – eine Spurensuche (162)
4.2 Die Bedeutung des Cliffhangers in der oralen Erzählpraxis (168)
4.3 Fazit und Ausblick: Die ersten Cliffhanger? (172)

V. Viktorianische Fortsetzungsromane (179)
1. Kontext: Vorgeschichte und Vorläufer (179)
1.1 Begründung der Eingrenzung und Auswahl (179)
1.2 Veröffentlichungspraktiken im England des 18. Jahrhunderts (182)
1.3 Die Vorläufer des englischsprachigen Fortsetzungsromans (188)
2. Shilling numbers: Charles Dickensʼ serielle Veröffentlichungen (192)
2.1 The Pickwick Papers und der Weg zur Fortsetzung (192)
2.2 Oliver Twist und der Binnencliff (207)
2.3 Bleak House: Der vorausdeutende Cliffhanger mit langer Spannbreite (212)
2.4 Dickens’ Gebrauch serieller Erzähltechniken (219)
3. Der triple-decker: George Eliot (223)
3.1 Kontext: Triple-deckers und circulating libraries (223)
3.2 The Mill on the Floss (225)
4. Romane in Zeitschriften: Wilkie Collins und Thomas Hardy (227)
4.1 The Woman in White: Wilkie Collins hält seine Leser in Atem (227)
4.2 A Pair of Blue Eyes – der Ursprung der Bezeichnung? (235
5. Fazit und Ausblick (245)
5.1 Der Einsatz von Cliffhangern im viktorianischen Fortsetzungsroman (245)
5.2 Wegweisungen (247)
5.3 Ausblick (255)
5.4 Aktualisierung der Cliffhangerkategorien (257)

VI. Französische Feuilletonromane (261)
1. Kontext (262)
1.1 1836–1848: Ökonomischer Entstehungsimpuls (262)
1.2 1848–1863: Der schlechte Ruf des Feuilletonromans (268)
2. Alexandre Dumas: Les Trois Mousquetaires (270)
2.1 Einleitung (270)
2.2 Erzählunterbrechungen (272)
2.3 Resümee und Schlussfolgerungen (275)
3. Fazit und Ausblick (278)

VII. Kinoserien (285)
1. Kontext (286)
1.1 Einleitung: »Die unterbrochene Schöpfung« (286)
1.2 Der Weg zur Kinoserie (289)
1.3 Die Kinoserie: Technische, kulturelle und marktwirtschaftliche ‚Brücke‘ (297)
2. Die 1910er Jahre (301)
2.1 Literatur als Inspiration: What happened to Mary (301)
2.2 Französische Inspiration? – Juve contre Fantômas (308)
2.3 Serial-Queen Melodramas – The Perils of Pauline und Co. (314)
2.4 Resümee (320)
3. Die 1920er Jahre (327)
3.1 Gefahrensituative Cliffhanger (327)
3.2 Pulp-Veröffentlichung und Kinoserie ‒ ein Vergleich von Tarzan and the Jewels of Opar und Tarzan the Tiger (330)
3.3 Resümee (342)
4. Die 1930er Jahre (343)
4.1 Kontext (343)
4.2 Flash Gordon (344)
4.3 Comic und Kinoserie ‒ ein Vergleich am Beispiel von Dick Tracy (347)
4.4 Radiohörspiel und Kinoserie: The Lone Ranger (353)
5. Die 1940er und 1950er Jahre (357)
5.1 The Phantom – Erzählwandel (357)
5.2 Radar Men from the Moon – »That isn’t what happened last week!« (360)
5.3 Ausklang: Das Ende der Kinoserie (364)
6. Fazit und Ausblick (365)
6.1 Gefahrensituative Cliffhanger (365)
6.2 Die Kinoserie ‒ »Bastard of art« (368)

VIII. Seifenopern (373)
1. Kontext (373)
1.1 Einleitung (373)
1.2 Historischer Hintergrund: Die Heirat zwischen Werbung und Narration (378)
2. Seifenopern der 1930er–1950er Jahre (390)
2.1 Myrt and Marge (27.12.1937) (390)
2.2 The Guiding Light (1949‒1950) (395)
2.3 Zweifache Serialität und die Kategorien des Mini- und Binnencliffs im Rundfunk (397)
2.4 Resümee und Ausblick (399)
3. Seifenopern der 1950er–1970er Jahre (403)
3.1 Kontext (403)
3.2 The Guiding Light (04.04.1953) (406)
3.3 Love of Live (20.03.1953) (409)
3.4 As the World Turns (29.03.1962) (410)
3.5 Resümee und Ausblick (414)
4. Seifenopern der 1970er–1990er Jahre (417)
4.1 Guiding Light (15.11.1989) (421)
5. Prime-time-soap: Kostspielige Oper ohne Seife (429)
5.1 Die Macht des Cliffhangers: Dallasʼ »Who shot JR?« (21.03.1980) (431)
6. Fazit und Ausblick (442)
6.1 Recap der bisherigen Resümees (442)
6.2 Eine neue Form der seriellen Narration (445)

IX. Moderne (Fernseh-)Serien (451)
1. Kontext (451)
1.1 Einleitung (451)
1.2 Hintergründe: Das US-amerikanische Broadcasting-System (455)
1.3 HBO und the third golden age of television (457)
1.4 Distributionsveränderungen: Fernsehserien ohne Fernsehen (466)
1.5 Technik- und Rezeptionsveränderungen (471)
2. Erzähltypen und Erzählmittel (474)
2.1 Der gefahrensituative Cliffhanger: Braquo (474)
2.2 Der enthüllende Cliffhanger: 24 (478)
2.3 Der vorausdeutende Cliffhanger: Sleeper Cell (484)
3. Die Poesie und Kraft der Vorausdeutung (488)
3.1 The Wire (489)
3.2 Deadwood (495)
3.3 Resümee (504)
4. Serielle Erzähltradition und Mischtypen: Game of Thrones (507)
4.1 Die Gefahren-Wende (Folge 1) (509)
4.2 Die Voraus-Wende (Folge 2) (510)
4.3 Der vorausdeutende Cliffhanger (Folge 3) (512)
4.4 Vergleich mit der Vorlage (514)
4.5 Resümee: Literaturverfilmung mit großer Erzählbreite (516)
5. Zeitsprünge und Positionswechsel (518)
5.1 Der proleptische Minicliff mit ergänzendem Auflösungsmoment: Alias (518)
5.2 Cliffhanger und proleptische cold open in Breaking Bad (523)
5.3 Resümee: cold open, Prolepse und Cliffhanger (536)
6. Finalecliffs (538)
6.1 Der Finalecliff in der Episodenserie: Spooks (538)
6.2 Der selbstreflexive (und aktivierende) Finalecliff: Sherlock (542)
6.3 Der (selbstreflexive und) aktivierende Finalecliff: Sherlock (550)
6.4 Resümee: Convergence Culture und Postmoderne (562)
7. Fazit und Ausblick (564)

X. Ausblick: In der Zukunft wird die Vergangenheit wiederholt (569)
1. On-Demand: Netflix, Web-Serien und House of Cards (569)
2. E-Book: Amazon, Kindle-Serials und Option to Kill (573)
3. Digital Download: Videospiel, Game-Series und The Walking Dead (575)
4. Fazit und Ausblick (577)

XI. Schlussfolgerungen (579)
1. Der Cliffhanger … (579)
1.1 Wirkung (579)
1.2 Erzählformen (582)
1.3 Erzähltypen (585)
1.4 Erzählmittel und Erkenntnisse aus der transmedialen Vergleichsanalyse (598)
1.5 Resümee und Kategorisierungsübersicht (602)
2. … und die serielle Narration (605)
2.1 Serielle Narration im ökonomischen Spannungsfeld zwischen Produktion, Distribution und Rezeption (605)
2.2 Serielle Narration und die Einführung von technischen Medien (608)
2.3 Geschichte und Charakteristik der seriellen Narration und des Cliffhangers (609)
3. Ende und Öffnung (613)

XII. Quellenverzeichnis (617)
1. Primärliteratur (617)
2. Fernsehen und Webserien (619)
3. Filme, Kino- und Miniserien (621)
4. Musik, Hörspiele, Computerspiele und Comics (622)
5. Theorie und Sekundärliteratur (623)

XIII. Anhang (663)


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