Bonner Online-Bibliographie zur Comicforschung

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Sitz, Verena: Die Heldenfigur als Erzählstrategie im populären Spielfilm. Sind Comic-Superhelden »mythische« Erzählfiguren? Stuttgart: ibidem, 2015. (326 S.) 
Added by: joachim (23 Mar 2016 11:44:06 UTC)   Last edited by: joachim (23 Mar 2016 16:00:56 UTC)
Resource type: Book
Languages: deutsch
ID no. (ISBN etc.): 978-3-8382-0625-7
BibTeX citation key: Sitz2015
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Categories: General
Keywords: Adaption, Comic-Verfilmung, Mythos, Narratologie, Superheld
Creators: Sitz
Publisher: ibidem (Stuttgart)
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Abstract
Ende der 1970er Jahre entdeckte Hollywood einen Filmstoff, der sich als äußerst lukrativ erwies: den Comic-Superhelden. Gleichzeitig bedeutete der Beginn des Blockbuster-Zeitalters auch einen Neuanfang für die Konstruktion von Helden und das Geschichtenerzählen im populären Kinofilm. Gewonnen wird diese Grundlage des modernen Geschichtenerzählens aus mythischen Erzählmustern.
Doch was ist dran an diesen formalen und motivischen Vorgaben? Worin liegt ihre Faszinationskraft, und werden sie tatsächlich umgesetzt? Wie sind Superheldenfiguren kon­struiert? Diesen Fragen geht Verena Sitz anhand von Superman (1978), Batman (1989), Spider-Man (2002), Hulk (2003) und Daredevil (2003) nach. Systematisch betrachtet sie sowohl den Medientransfer vom Comic in den Film als auch die narrative und visuelle Gestaltung der Superheldenfilme sowie die Präsentation der Heldenbilder, die von Selbstfindung bis zur Selbstzerstörung reichen. Sie zeigt Mythologisierungs-Mechanismen der Story- und Figurenkonstruktion auf und arbeitet eine eigenständige dramaturgische Struktur des Comic-Superheldenfilms heraus, die sich von gängigen Actionfilmen abgrenzt: die Doppelinitiation des Helden. Neben den vorherrschenden Drehbuchkonzepten der USA stützt sich die Autorin bei ihrer Untersuchung auf Überlegungen des Berliner Religionsphilosophen Klaus Heinrich zum mythischen Helden.

Inhaltsverzeichnis

Eine Einleitung (11)

1. Hollywoods Suche nach dem Gesetz wirkungsvollen Erzählens (23)
1.1 Das Vorbild der normativen Theaterpoetik für die Drehbuchtheorie (25)
1.2 Vorbild II: Die Poetik des Aristoteles (31)

2. Die Dramaturgie des populären Spielfilms (37)
2.1 Handlungsaufbau und narrative Komposition des storydriven-Modells (37)
2.2 Ästhetisierung durch Systematisierung – Joseph Campbells Monomythos (42)
2.3 Transferleistung: Christopher Voglers mythische Heldenreise (46)
2.4 Wirkung und Verstehen populärer Hollywooddramaturgie (51)
2.5 Die neoformalistisch-kognitive Filmanalyse: Einbezug des Zuschauerwissens (55)

3. Mythos als Parameter für Erfolg in Hollywood (65)
3.1 Der Mythos in der Hollywooddramaturgie (66)
3.2 Klaus Heinrich: Geschichte(n) erzählen im griechischen Mythos (70)
3.2.1 Geschichte(n)-erzählen im mythologein (74)

4. Die Um- und Neudeutung des Heldenbegriffs in Hollywood (79)
4.1 Der Heros als Prinzip der Selbstfindung (84)

5. Vom Comic zum Film I. Bewegungsbilder der Originalvorlage (95)
5.1 Laufende Bilder des Kinos – starre Bilder des Comics? (104)
5.2 Erzählen über Bewegungsdarstellungen im Comic (110)
5.3 Computergestütztes Erzählen im Film (117)
5.4 Bewegungsformen des Helden in der virtuellen Realität (123)

6. Vom Comic zum Film II. Adaptions- und Dramaturgieprinzipien (129)
6.1 Dramaturgie I: Adaption in Theorie und Praxis (132)
6.1.1 Spannungserzeugung im Comic-Superheldenfilm (135)
6.2 Auswahl und dramaturgische Bearbeitung der Comicvorlagen (137)
6.3 Dramaturgie II: Das strategische Erzählmoment der doppelten Initiation (148)

7. Das Visual Design der Superheldenfilme (159)
7.1 Visualisierung der Superkräfte in Daredevil und Spider-Man (159)
7.2 Intermediales und intramediales Visual Design (163)
7.3 Beispiel Batman – Im Reich der Schatten (168)
7.4 Beispiel Hulk – Dynamik durch Split-Screen und Morphing (171)

8. Visuelle und narrative Inszenierungsstrategien der Filme (177)
8.1 Superman von Richard Donner (1978) (178)
8.2 Batman von Tim Burton (1989) (183)
8.3 Spider-Man von Sam Raimi (2002) (185)
8.4 Hulk von Ang Lee (2003) (188)
8.5 Daredevil von Mark Steven Johnson (2003) (191)

9. Initiation – Doppelidentität – Maske (197)
9.1 Initiation 2.0 – Nanotechnologie, Genetik, Gammastrahlung (198)
9.2 Die Doppelidentität des Comic-Superhelden (206)
9.3 Die Doppelidentität des Superschurken: Spielarten des Mad Scientists (213)
9.4 Verhüllung, Enthüllung, Identitätsentwürfe – Masken und Kostüme (217)

10. Der Comic-Superheld: Doppelgänger – Wiedergänger (225)
10.1 Superman – Der Allmächtige im Gewand des biederen Jedermann (229)
10.2 Batman – Der dunkle Rächer (232)
10.3 Daredevil – Die Gerechtigkeit, die im Dunkel sieht (236)
10.4 Hulk – Das Grauen hinter verschlossenen Türen (239)
10.5 Spider-Man – Die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft (241)

11. Der Heros als Prinzip der (Selbst)Zerstörung (247)
11.1 Die Vermittlungsbereiche des Herakles im Dodekathlos (250)
11.1.2 Initiations- und Schicksalsungeheuer (255)
11.2 Die Figur als Erzähl- und Denkmodell im Mythos und in der Logik (260)

12. Schlussfolgerungen und Ausblick: Die Erzählstrategie des Comic-Superhelden (267)

Literatur (289)
– Monographien, Sammelbände und Aufsätze (289)
– Zeitschriften/Zeitschriftenartikel (303)
– Internetquellen (305)

Filmverzeichnis (307)

Abbildungsnachweise (309)

Sequenzliste BATMAN (310)
Sequenzliste DAREDEVIL (313)
Sequenzliste HULK (316)
Sequenzliste SPIDER-MAN (320)
Sequenzliste SUPERMAN (324)


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