Bonner Online-Bibliographie zur Comicforschung
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Christen, Matthias: "Düstere Clowns. Figuren des Schreckens im Kino der Transgression." In: Über den Clown. Künstlerische und theoretische Perspektiven. Hrsg. v. Richard Weihe. Bielefeld: Transcript, 2016, S. 203–242. 
Added by: joachim (12 Apr 2016 13:06:23 Europe/Berlin)   Last edited by: Deleted user (12 Apr 2016 13:07:07 Europe/Berlin)
Resource type: Book Article
Languages: deutsch
BibTeX citation key: Christen2016
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Categories: General
Keywords: "Batman", Adaption, Comic-Verfilmung, Film, Humor, Superheld, USA
Creators: Christen, Weihe
Publisher: Transcript (Bielefeld)
Collection: Über den Clown. Künstlerische und theoretische Perspektiven
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Abstract
Matthias Christen entwirft eine Typologie des »düsteren Clowns« und verfolgt seine Geschichte vom Stummfilm der 1910er Jahre bis zur Figur des Jokers in The Dark Knight (USA 2008), der Batman-Verfilmung von Christopher Nolan. Durch die Qualifikation als »düster« soll eine moralische Bewertung vermieden werden, denn dieser Clowntyp agiert außerhalb moralischer Kategorien. Der ›düstere Clown‹ ist keine Figur aus dem Zirkus, sondern eine Schöpfung des Kinos. Er entstammt dem Bereich der populären Ängste, die Filme ausgiebig ausschöpfen, insbe- sondere im Genre des Horrorfilms. Während klassische Zirkusfilme dem Zirkus eine utopische Dimension zuschreiben, zeigen Filme mit düsteren Clowns die Umkehr: Aus Utopie wird Dystopie; Lachen und Mitgefühl als traditionelle emotionale Reaktionen auf den Clown verwandeln sich in Schrecken und Abscheu. Christen interpretiert Zirkus und Zirkusfilme als »Formen ritualisierter Transgression«. Während jede Transgression vormals reguliert war durch den ›Zirkuscode‹, durch Clownroutinen und bewährte narrative Mittel, fallen diese Regularien beim düsteren Clown weg: Er hat sich, wie der Joker, ganz vom Referenzrahmen des Zirkus gelöst, er hat keinen Ort mehr – er ist ein Geist, der Alpträume schafft.
Added by: joachim  Last edited by: joachim
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