Bonner Online-Bibliographie zur Comicforschung

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Bierbach, Mechtild: "Sprachwelten – Zur Semiose von Onomatopoetika in französischsprachigen Comics." In: Frank Leinen und Guido Rings (Hrsg.): Bilderwelten – Textwelten – Comicwelten. Romanistische Begegnungen mit der Neunten Kunst. München: Meidenbauer, 2007, S. 351–379. 
Added by: joachim (20 Jul 2009 01:28:56 UTC)   Last edited by: joachim (12 Nov 2009 12:54:03 UTC)
Resource type: Book Article
Languages: deutsch
BibTeX citation key: Bierbach2007a
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Categories: General
Keywords: Frankreich, Onomatopöie, Rezeption, Semiotik, Sprache
Creators: Bierbach, Leinen, Rings
Publisher: Meidenbauer (München)
Collection: Bilderwelten – Textwelten – Comicwelten. Romanistische Begegnungen mit der Neunten Kunst
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Abstract
»Ein extrem einfacher Code erscheint beispielsweise in Comics: ›gluck gluck‹, ›grrrr‹, ›ächz‹ – keine Flexion, eingeschränkter Wortschatz, keine syntaktische Subordination«, dieses Zitat aus der FAZ vom 11.3.2004 belegt eine weit verbreitete Meinung über die verarmte und defizitäre Sprache in Comics. Nicht ganz zufällig wird dies mit sprachlichen Elementen belegt, die sich in der Tat herkömmlichen Kategorien grammatischer Beschreibung weitgehend entziehen: nämlich die Onomatopoetika, die ganz ähnlich wie die Interjektionen jede systematische Sprachbeschreibung vor schwierige Aufgaben stellen und daher gerne als »Restkategorie« ausgesondert werden. Die Verwendung von Sprachzeichen »minderer« Qualität diskreditiert dann leicht auch gleichzeitig die Texte und Textgattungen selbst, die mit sprachlichen Zeichen des Typs pouf, vlan, toc-toc so intensiv arbeiten, wie Comics es tun.
Ziel des Beitrags ist es, auf zeichen- und kommunikationstheoretischer Grundlage 1. eine Charakteristik von Onomatopoetika zu geben und 2. ihre spezifische Leistung, auch und gerade in Comics zu untersuchen. Es wird sich zeigen, dass dank ihrer Verwendung eine medial ganz einzigartige Kommunikationsstruktur zustande kommt. Abschließend werden wir 3. versuchen, einen Einblick in die unterschiedlichen Intensitätsgrade zu geben, mit denen im Verlauf der Entwicklung französischsprachiger Comics von diesem Mittel Gebrauch gemacht wurde. Möglicherweise bietet sich damit ein Kriterium, das es erlaubt, typologische Unterscheidungen innerhalb der Comics zu treffen, je nachdem, ob sie mit Hilfe der Onomatopoetika ganz bestimmte Kommunikationsstrukturen aufbauen oder darauf verzichten.
Added by: joachim  
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