Bonner Online-Bibliographie zur Comicforschung

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Hertrampf, Martina: "PHOTO-COMIC-ROMAN und COMIC-PHOTO-ROMAN. Mediale Grenzphänomene zwischen Comic, Photographie und Photo-Roman." In: Bilderwelten – Textwelten – Comicwelten. Romanistische Begegnungen mit der Neunten Kunst. Hrsg. v. Frank Leinen und Guido Rings. München: Meidenbauer, 2007, S. 287–313. 
Resource type: Book Article
Languages: deutsch
BibTeX citation key: Hertrampf2007a
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Categories: General
Keywords: Comics in Literatur, Frankreich, Intermedialität, Literatur, Metaisierung, Photographie, Photoroman, Postmoderne, Randformen des Comics
Creators: Hertrampf, Leinen, Rings
Publisher: Meidenbauer (München)
Collection: Bilderwelten – Textwelten – Comicwelten. Romanistische Begegnungen mit der Neunten Kunst
Abstract
Die Ästhetik der Postmoderne kennzeichnet sich durch Heterogenität, Stilpluralismus und die mannigfaltige Suche nach neuen Gestaltungs- und Erzählverfahren. Folge sind verschiedenartigste innovative z.T. experimentelle Hybridformen mediendurchdrungenen Erzählens. In einer von (multi)medial vermittelten visuellen Reizen geprägten Welt muss es quasi zwangsläufig zu Wechselbeziehungen zwischen den einzelnen (Bild)medien kommen. Die statischen Bildgattungen Comic und Photo-Roman weisen starke strukturelle Gemeinsamkeiten auf: So basieren beide etwa auf dem Funktionsprinzip der Ellipse und der aktiven Leserbeteiligung am Rezeptionsprozess. Damit ist die Grundlage für den intermedialen Austausch gegeben. Die an für sich bereits hybride Gattung Comic findet in photographischen Bildern und Motiven diverse neue Ausdrucksmöglichkeiten. Mit dem Siegeszug des Internets als neues Massenmedium findet auch die BD zu weiteren intermedialen Gestaltungsformen, bei denen es zu einem kompletten Medienwechsel kommt. Aus der Auseinandersetzung des Comics mit der Photographie entstehen neue Genres und Subgattungen, was sich allein an der Bezeichnungsvielfalt ablesen lässt: bande photographiée, photo-BD, BD-photo, roman-photo, photo-roman. Ausgehend von einschlägigen theoretischen Arbeiten zu Intermedialität (Nünning, Rajewsky) und Comic samt seiner Hybride (Baetens, Grivel, Groensteen, Masson, Peeters), werden anhand einzelner Beispiele verschiedene struktuelle Spielarten intermedialer Durchdringung von Comic und Photographie dargestellt. Die Untersuchungen wollen einerseits deren konkrete Funktionen innerhalb des Einzelwerks analysieren, beabsichtigen darüber hinaus jedoch auch eine Kontextualisierung hinsichtlich ihres Bezugs zur Ästhetik der Postmoderne. Näher eingegangen wird dabei auf Arbeiten von J.C-Claeys, E. Guibert, Léandri, M-F. Plissart und B. Peeters, Teulé sowie auf den virtuellen Photo-Roman Toute l'histoire incroyable de Bonin Ouaib le personnage virtuel. Die abschließende Betrachtung von Romanen der minimalistischen Autoren P. Deville und J. Echenoz wird darüber hinaus zeigen, inwieweit auch eine Reihe rein literarischer Texte der Postmoderne thematisch und strukturell von Comic und Photographie durchdrungen sind.
  
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