Bonner Online-Bibliographie zur Comicforschung

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Palandt, Ralf: "Gezeichnete Bilder vom Krieg – konstruierte Wirklichkeit in US-amerikanischen Superhelden-Comics." In: Thomas Knieper und Marion G. Müller (Hrsg.): War Visions. Bildkommunikation und Krieg. Köln: Halem, 2005, S. 256–275. 
Added by: joachim (20 Jul 2009 01:34:12 UTC)   Last edited by: joachim (30 Jul 2011 15:50:17 UTC)
Resource type: Book Article
Languages: deutsch
BibTeX citation key: Palandt2005a
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Categories: General
Keywords: Krieg, Superheld, USA
Creators: Knieper, Müller, Palandt
Publisher: Halem (Köln)
Collection: War Visions. Bildkommunikation und Krieg
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Abstract
Der Einsatz von Kriegsbildern zu Unterhaltungszwecken reicht bis in die Zeit des Zweiten Weltkrieges, die Geburtsstunde der Superhelden in den Comics, zurück. Der Beitrag zeichnet die Entwicklung des Comic-Genres in den USA seit den dreißiger Jahren (beginnend mit der Geburt von »Superman« im Jahre 1933) und seine thematische Parallelität zum jeweiligen Kriegsgeschehen nach. Comics sind ein mystisches Genre, das sich aufgrund seiner Realitätsferne besonders für den ideologischen Propagandaeinsatz eignet. So lasen in den 1940er Jahren mehr als 40 Prozent der 12 Millionen GIs Comics regelmäßig. Dabei ist der Bedarf an Superhelden in Kriegszeiten besonders groß. Etwa 1940 erhielt »Superman« Konkurrenz durch »Captain America«, der wiederum zahlreiche Kopien nach sich zog. In saturierten Nachkriegszeiten sind die Figuren der »Überpatrioten« nicht überlebensfähig, erfahren jedoch regelmäßig bei Ausbruch neuer Bedrohungs- und Kriegsszenarien ein Revival. Dabei passen sich die Comics als kommerzielles Medium und ihre jeweiligen Botschaften an den Lesergeschmack an. Denn der konstruierten Welt der Comics werden durch die reale Zeitgeschichte und die zeitgenössischen Einstellungen der Leser Grenzen gesetzt. Bei Überschreitung dieser Grenzen verlieren der Mythos seine Glaubwürdigkeit und der Verlag die Käufer.
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