Bonner Online-Bibliographie zur Comicforschung

WIKINDX Resources

Coppin, Lisa: "Looking Inside Out. The vision as particular gaze in From Hell (Alan Moore & Eddie Campbell)." In: Image [&] Narrative 3.1 (2003)<http://www.imageandnarr ... /uncanny/lisacoppin.htm> (Zugriff: 27. Juli 2009) 
Added by: joachim (20 Jul 2009 01:34:17 UTC)   Last edited by: joachim (09 Oct 2014 09:23:06 UTC)
Resource type: Web Article
Languages: englisch
Peer reviewed
BibTeX citation key: Coppin2003
Email resource to friend
View all bibliographic details
Categories: General
Keywords: "From Hell", Campbell. Eddie, Freud. Sigmund, Großbritannien, Kriminalcomics, Moore. Alan, Psychoanalyse
Creators: Coppin
Collection: Image [&] Narrative
Views: 3/463
Views index: 5%
Popularity index: 1.25%
Attachments   URLs   http://www.imagean ... nny/lisacoppin.htm
Abstract
In the comic or ‘graphic novel’ From Hell by Alan Moore and Eddie Campbell, the creation of the uncanny can be attributed to a perfect interaction of certain thematic elements and of visual procedures, including the position of the camera, the repetition of textual and graphic material and the superposition of imagination and reality. Our analysis also links the experience of the uncanny explicitly to the visual relationship the characters maintain with the outside world. More specifically, we focus on the notion of vision, a particular way of looking that brings the protagonist Dr. William Gull in contact with the supernatural.
Added by: joachim  Last edited by: joachim
Musings
   In ihrem Artikel betrachtet Lisa Coppin Moores und Campbells „From Hell“ unter einem interessanten Aspekt, der für die Aussage und Motivation des Werkes von zentraler Bedeutung ist. Sie erstellt eine Analyse des Protagonisten Dr. William Gull und weiterer relevanter Charaktere, so Inspector Abberline, Mr. Lees, Queen Victoria und der Prostituierten Polly und beschreibt deren Verhältnis zum bzw. deren Auffassung vom Übernatürlichen.
Einleitend werden unterschiedliche Ansätze zum Sinnesbegriff an sich präsentiert um die Grundlage der nachfolgenden Analyse zu schaffen. Diese befasst sich letztlich damit, welche Auswirkungen die individuelle Wahrnehmung auf das Leben und Handeln einer Person, im Fokus Dr. Gull, haben kann. Wie auch im Text beschrieben, ist William Gull zuletzt so überzeugt, eine göttliche Mission auszuführen, dass er den Bezug zur nicht-metaphysischen Realität gänzlich verliert.
Um diese, vor allem in psychologischer Hinsicht wirksamen interindividuellen Differenzen zu verifizieren, stützt sich die Autorin vielmals auch auf Sigmund Freuds Ausführungen und belegt ihre Thesen mit Zitaten aus der Theorie des Begründers der Psychoanalyse.
Coppin konstituiert daher auch, dass die Realität im Auge des Betrachters liegt, was gerade auf Seiten Gulls, den die Psychologie wohl als pathologisch bewerten würde, zu dessen Selbstlegitimation führt.
Im ersten Hauptpunkt ihrer Analyse beschreibt Coppin die „Graphic Novel“ bezeichnenderweise als sehr heterogenes Medium, da, so die Autorin, ständig mit den Grenzen von ‚fact vs. fiction‘ gespielt würde. Somit ist diese für die Thematik in „From Hell“ geradezu prädestiniert. Anschließend präsentiert sie verschiedene Definitionen des Begriffes „vision“, dem hier diverse Konnotationen von Sicht bis Sichtung zukommen und der im darauf folgenden Teil ihrer Analyse dazu dient, die anfänglich erwähnte Relation der Personen zum Übernatürlichen auszuwerten. Hier reicht die Bandbreite von der beruflich bedingten Rationalität des Inspektors, über Mr. Lees Spiel mit seherischen Fähigkeiten bis hin zu Gulls überzeugtem fanatischen Wahn.
Auf Dr. William Gull wird als Protagonisten gesondert und ausführlich eingegangen.
Lisa Coppin setzt hier die physische und metaphysische Realität gewissermaßen als antagonistische Gegenpole an und beschreibt Gulls Weg von der einen in die andere Welt in drei Etappen, indem er zunehmend seine eigene Realität gestaltet.
Sie betont dabei, dass Gull der einzige Charakter sei, der eine wirkliche Beziehung zum Übernatürlichen habe und daher auch letztendlich in dieser transzendentalen Welt verschwindet.
In ihrer Konklusion führt Coppin nochmals an, dass die Kombination aus Bild und Text von Moore und Campbell eingesetzt wird um einen unheimlichen Effekt zu unterstützen. Der Leser wird in die Suche nach der Wahrheit mit einbezogen und kann, so Coppin, vergessen, dass seine Sicht durch die Ausgestaltung des Mediums manipuliert sein kann.   Added by: joachim  (2010-02-15 10:59:37)
wikindx 5.2.beta 1 ©2017 | Total resources: 10830 | Username: -- | Bibliography: WIKINDX Master Bibliography | Style: Comicforschung-Bibliographie Stil (CFB) | Database queries: 57 | DB execution: 0.36628 secs | Script execution: 0.38629 secs