Bonner Online-Bibliographie zur Comicforschung
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Wagemanns, Christina: »Superhelden« in Literatur und Film. M.A. (Magisterarbeit), Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 2011 (99 S.). 
Resource type: Thesis/Dissertation
Languages: deutsch
BibTeX citation key: Wagemanns2011
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Categories: General
Keywords: Adaption, Antike, Comic-Verfilmung, Definition, Mythos, Superheld
Creators: Wagemanns
Publisher: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Düsseldorf)
Attachments   URLs   http://www.mythos-magazin.de/mythosforschung/cw_superhelden.p ...
Abstract
Comic-Superhelden sind ein Massenphänomen, das auf der Basis von Film, Fernsehen, Videospielen, Hörbüchern und natürlich Comicheften tief in der kulturellen Landschaft verwurzelt ist. Dabei liegt die Geburtsstunde der Superhelden gerade einmal 71 Jahre zurück. Die Ursprünge der Heldenverehrung reichen jedoch noch viel weiter – bis in die Antike. Heroen wie Achilles, Herakles und Odysseus, die um Ruhm und Ehre kämpften, dienten bereits vor drei Jahrtausenden als Vorbild. Doch nicht nur diese antiken Mythen lassen laut dem Mythenforscher Joseph Campbell Heldenbilder erkennen, auch religiöse Schriften sämtlicher Kulturen berichten seit jeher über Heroen und ihre Taten. Aber warum ist die Gesellschaft so fasziniert von Helden? Die Professorin für Film- und Kulturwissenschaften, Angela Ndalianis, erklärt die Faszination durch ihre weltweite Funktionalität. Der Held überwindet demnach jegliche religiösen, kulturellen, geschlechtlichen, rasse- oder altersbedingten Grenzen. Auf die heutige Zeit übertragen bedeutet dies, dass Massenmedien wie Comics und Filme die Bedürfnisse nahezu der gesamten Gesellschaft bedienen. Superhelden kämpfen darin gegen das Böse, gegen eine Bedrohung der jeweils zu schützenden Welt. Der Erfolg der Superheldengeschichten basiert laut Ndalianis auf der weltweiten Verbreitung und Popularität der antiken Heldenmythen. Die modernen Superhelden sind in ihrer Mission – dem Kampf gegen das Böse – eine Weiterentwicklung der antiken Heroen.
Eine Untersuchung, inwiefern die moderne Superhelden-Metaphorik, also die grundlegenden Charakteristika eines ganzen Genres, als Anlehnung und Weiterentwicklung der antiken Vorbilder gewertet werden kann, ist Aufgabe der vorliegenden Arbeit. Dies erfolgt teilweise in einer vergleichenden Analyse zwischen den antiken Heroen und den modernen Superhelden. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf den modernen Superhelden: Superman, Batman, Spider-Man, Hulk und Hancock. Dabei ist Superman als Urtyp der Superhelden zu werten, gerade bei ihm – als stilbildende Figur des gesamten Genres – ist ein Vergleich mit den antiken Vorbildern von besonderer Bedeutung.
Heldenfiguren übernehmen schon seit jeher die Vorbildfunktion. Der Held überwindet jegliche Grenzen – alle Gesellschaftsschichten werden gleichermaßen durch die Superhelden berührt. Eine wichtige Funktion dieser Tradierung der Superhelden übernehmen die zwei Medienformen Comic und Film. Während die gedruckten Comics den Ursprung der Superhelden kennzeichnen, repräsentieren gerade die jüngeren Verfilmungen eine aktuelle Adaption des Superhelden-Genres.

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