Bonner Online-Bibliographie zur Comicforschung

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Thielemann, Martina: Roboterbilder im Wandel. Von »Tetsuwan Atomu« bis »Chobittsu«. Analyse anhand von drei repräsentativen Roboterfiguren. M.A. (Magisterarbeit), Goethe-Universität Frankfurt a.M. Japanologie 2009 (143 S.). 
Resource type: Thesis/Dissertation
Languages: deutsch
BibTeX citation key: Thielemann2009
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Categories: General
Keywords: , "Astro Boy", "Chobits", CLAMP, Japan, Manga, Technik
Creators: Thielemann
Publisher: Goethe-Universität Frankfurt a.M. (Frankfurt a.M.)
Abstract
Sowohl von japanischen als auch von ausländischen Medien wird Japan mit den Labels »Königreich der Roboter« (robotto ôkoku) und »Königreich der Manga und Anime« versehen. Im Gegensatz zum häufig negativ belegten westlichen Roboterbild, scheint in Japan eine positive Sicht zu überwiegen, die mit den positiven Leitfiguren aus Anime- und Mangaserien in Zusammenhang gebracht werden kann. In ihrer Rolle als »positive Leitfiguren« werden die Roboterfiguren der beliebten Serien nicht nur als Begründung für die Akzeptanz von Robotern in Japan herangezogen, sondern nehmen Einfluss auf die Wissenschaft und damit auf die Entwicklung realer Roboter. Im Zentrum der Betrachtung der Arbeit soll jedoch die Roboterfigur als fiktives »Pendant« des Menschen stehen, die als »Sinnträger« Rückschlüsse auf das menschliche Selbstverständnis zur Entstehungszeit der Serie zulässt.
Aufgrund ihres Einflusses auf die Akzeptanz von Robotern in Japan, ihrer Rolle als Vorbilder für die Entwicklung realer Roboter und der Bedeutung der Roboterserien als »Spiegel« der Wünsche, Hoffnungen und Ängste der japanischen Gesellschaft wird in der Arbeit der Wandel des Roboterbildes in Manga und Anime anhand von drei repräsentativen Serien untersucht. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie die Roboterbilder, die zu einer bestimmten Zeit populär sind und somit von einer breiten Masse als Identifikationsfiguren akzeptiert werden, beschaffen sind und welche Veränderungen der präferierten Roboterbilder ausgemacht werden können. Des weiteren stellt sich die Frage welche Botschaften die Roboterserien aus den 1950er und 1990er Jahren und nach der Jahrtausendwende in sich tragen.
Nach einem einleitenden Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur Thematik bedient sich die Arbeit der Methodik der Textinterpretation, um psychologische, soziologische und historische Hintergründe der ausgewählten Serien zu erschließen. Die Ergebnisse der Analyse werden in einem abschließenden Kapitel herangezogen, um eine Verbindung zum gesellschaftlichen Kontext der jeweiligen Entstehungszeit der Serien herzustellen.
  
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