Bonner Online-Bibliographie zur Comicforschung
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Kunkel, Alexander: Heinrich Kley (1863–1945). Leben und Werk. Weimar: VDG, 2010. (448 S.) 
Resource type: Book
Languages: deutsch
DOI: 10.1466/20090817.03
ID no. (ISBN etc.): 9783897396500
BibTeX citation key: Kunkel2010
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Categories: General
Keywords: "Simplicissimus", Anthropomorphismus, Biographie, Deutschland, Frühformen des Comics, Kley. Heinrich, Satire
Creators: Kunkel
Publisher: VDG (Weimar)
Abstract
Heinrich Kley (1863–1945) genoss zu Lebzeiten den Ruf eines erstrangigen Industriemalers, den er sich ab Anfang des 20. Jahrhunderts durch seine Darstellungen von Krupp und anderen bedeutenden Unternehmen erworben hatte. In den Motiven aus der Welt der Gussstahlfabriken, Hüttenwerke und Schiffswerften verband der Künstler zeichnerische Präzision mit koloristischem Feingefühl. Durch das subtile Erfassen atmosphärischer Stimmungen bereicherte er seine realistische Kunstauffassung mit impressionistischen Elementen. Der breiten Öffentlichkeit wurde Heinrich Kley durch die Mitarbeit an den Zeitschriften »Simplicissimus« und »Jugend« bekannt. Vor dem Ersten Weltkrieg publizierten sie hunderte seiner humoristischen, satirischen und grotesken Federzeichnungen. Themen der Gesellschaftspolitik, des technischen Fortschritts sowie des Verhältnisses zwischen Mann und Frau erfasste er mit phantasiereichen Bildideen, psychologischem Einfühlungsvermögen und unverwechselbarer Virtuosität. Mit gleicher Könnerschaft charakterisierte er menschliche Verhaltensweisen durch Mensch-Tier-Vergleiche pointiert und unterhaltsam. Diese Qualitäten faszinierten noch Jahrzehnte später sogar Walt Disney, der Kleys Arbeiten als Inspirationsquelle für seine Zeichentrickfilme nutzte.
Erstmals werden Leben und Werk von Heinrich Kley in einer reich bebilderten Monographie umfassend beschrieben und analysiert. Verzeichnisse sämtlicher von ihm beschickter Ausstellungen, illustrierter Bücher sowie veröffentlichter Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde belegen sein Schaffen. Eine zusammenfassende Biographie sowie die Wiedergabe wesentlicher Korrespondenzen, zeitgenössischer Kritiken und weiterer Archivalien vervollständigen die Dokumentation.
  
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