Bonner Online-Bibliographie zur Comicforschung

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Bolte, Rike und Susanne Schütz (Hgg.): Comics in Lateinamerika. Bochum: Ch.A. Bachmann, 2012. (200 S.) 
Resource type: Book
Languages: deutsch
ID no. (ISBN etc.): 978-3-941030-18-3
BibTeX citation key: Bolte2012
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Categories: General
Keywords: Aufsatzsammlung, Lateinamerika
Creators: Bolte, Schütz
Publisher: Ch.A. Bachmann (Bochum)
Abstract
Die Comicproduktion in Lateinamerika ist eine der größten und vielfältigsten weltweit. Was aber macht das spezifische Profil lateinamerikanischer Comics aus, wofür steht sequentielle Kunst in Mexiko bis Chile, welche Rolle spielt sie etwa auch in der spanischsprachigen Karibik? Ein Meilenstein der Entwicklungsgeschichten des frühen lateinamerikanischen Comics findet sich in seinem Verhältnis zur Nationenbildung. Doch findet der Boom des graphischen Massenmediums des 20. Jahrhunderts hier schließlich ebenso wie in den USA statt und besiegelt vor allem das Verhältnis des Genre zum Markt. Bis sich, in der Zeit der sozialen Revolutionen, eine einmalige Nutzung in der didaktischen und politischen Anwendung findet. Gleichzeitig entwickeln historietas, cuadrinhos und figuritas eine autonome ästhetische Wirkungskraft, als sie sich im Fahrwasser der künstlerischen Avantgarden bewegen. Heute reagieren die lateinamerikanischen Comicproduktionen auf die neuen globalen Medien ebenso wie auf die neuen lokalen Transformationen.
Dieser Band versammelt Beiträge eines im Oktober 2009 am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin abgehalten internationalen Symposiums, das die Landschaft des lateinamerikanischen Comics von unterschiedlichen Warten aus beleuchtet hat. Zu lesen sind: künstlerisch-essayistische Nahsichten (Juan Acevedo und Titus Ackermann aus Lima und Berlin), Einsichten in die argentinische, mexikanische und chilenische Comictheorie und -praxis, Ansichten zur Produktion von Nation im Comic anhand prominenter Werke aus Brasilien, Mexiko und Argentinien sowie zu medialen, kommerziellen und politischen Faktoren und Horizonten nicht nur unter den ‚Giganten’, sondern etwa auch in Guatemala oder Peru. Und vieles andere mehr. Einflussreiche Schulen sowie wegweisende Werke – etwa Oesterhelds Eternauta – und ihre Autor/innen werden ebenso in Augenschein genommen wie die vielfachen Kontexte und Schlüsselfaktoren, die die lateinamerikanische Comicwelt auf unvergleichliche Weise prägen.
  
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